Bleibt die Gebühr ab 10k/25k in Zukunft bestehen?

Ein freundliches Hallo in die Runde!

Ich finde das Angebot von Yapeal äusserst attraktiv und würde gern komplett auf Yapeal wechseln, ohne auf ein weiteres Konto in der CH angewiesen zu sein. Leider hält mich aktuell noch die Gebühr ab 10k bzw 25k Franken Einlagen davon ab (okay, SEPA ist auch noch Pflicht, aber das steht bereits in der Roadmap und sollte zeitnah eingeführt werden). Wie ist es mit der Gebühr in Zukunft geplant? Wird sie exakt so bestehen bleiben, wird das Einlagenlimit erhöht? Kurzum, wie sind eure Pläne dazu - ich konnte weder auf der Homepage, noch hier im Forum oder der Roadmap etwas stichhaltiges dazu finden.

Cheers

Hans

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Ich denke solange die negativ zinsen bestehen und yapeal mit unserem Geld gemäss lizenz nicht arbeiten darf sicherlich.

So weit so klar bzw. der Status Quo. Da wir allerdings nur Vermutungen anstellen können und sich hier Vertreter von Yapeal aufhalten, war ich so frei eine in die Zukunft gerichtete Frage zu stellen (denn soweit ich mich entsinne, ist eine echte Bankenlizenz angedacht).

Der Freibetrag (Betrag für den bei der SNB kein Minuszins bezahlt werden muss) beträgt für FinTechs CHF 10 Mio… Wir stehen aktuell mit der SNB im Austausch in der Hoffnung, den Freibetrag erhöhen zu können. Unter den aktuellen Bedingungen ist es aber für Yapeal leider nicht möglich, höhere Guthaben ohne entsprechenden Gebühren anzubieten.

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Ich finde man könnte aber für Private+ Nutzer den Freibetrag auf 50’000 CHF erhöhen, schliesslich zahlt man auch mehr dafür. Dann wäre es auch schön gestaffelt

Loyality 10k
Private 25k
Private + 50k

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Je partage pleinement votre avis !!!

Die mehrkosten zahlst du jedoch für die automatennutzung.
Die 10 mio teilen sich unter sämtlichen kunden von yapeal auf. Der SNB ist es egal, welches kontenmodell du gewählt hast

Ja von mir aus bräuchte es nirgends kostenlose Bargeldbezüge. Bargeld nutzen nur Menschen aus dem Mittelalter, die brauchen auch kein modernes Smartphone Banking…

Klar ist es der SNB egal aber Yapeal könnte hier klar die bevorzugen die auch mehr im Monat dafür zahlen würden.

Leider reicht der Betrag, den du (oder sonst wer) mit dem Private + zusätzlich bezahlst nicht annähernd aus, um die Negativzinsen auszugleichen. Noch nicht mal für die momentanen 25k.
Ich verstehe aber deinen Einwand. Das zusätzliche Geld würde aber nur für etwas mehr als 5k ausreichen…

Ok dann mache ich mir aber langsam Sorgen wie Yapeal überhaupt überleben will wenn Sie nirgends Geld macht. Wenn jemand 10 Mal im Monat Geld abhebt kostet das Yapeal auch mehr als die 8.90 CHF.

Unterstützen wir doch Yapeal in dem wir neben dem reichlichen nutzen des Kontos durch einen Einkauf im Yapeal Shop :grinning:

Wenn jemand 10 mal im Monat Geld abhebt wird er hoffentlich von Yapeal gesperrt :smirk: :joy:

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Mischrechnung ist hier das Zauberwort.
Die planung gehen meistens davon aus das man einen kleinen prozentsatz hat die heavy nutzen und einen grösseren die es weniger oder gar nicht nutzen.

Na ja, eigentlich wäre ich da voll einverstanden. Auch ich habe eigentlich nie Bargeld bei mir. Trotzdem: Auch wenn es immer besser wird, gibt’s halt immer noch genug Läden / Parkautomaten, wo es ohne einfach nicht geht.

Von welchem Zeithorizont kann man bei dem “aktuellen Austausch” ausgehen?

Ich gehe nach wie vor davon aus dass Partnerkonti dann verdoppelt werden. Ansonsten hat man einen Nachteil mit dem Partnerkonti was ja wohl kaum das Ziel sein sollte… Ich bin ganz happy mit der Freigrenze 25k pro Person… mehr lagert man ja aktuell wirklich nicht wo man doch egal wo man investiert ein vielfaches der Sparzinsen rausholen kann…

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Ein ganzer Monat keine Reaktion! Wow das ist also das grossgeschriebene „Community Driven“??

Liebe Yapsters

Grundsätzlich ist es, was das Thema Gebühr auf Kontobestände anbelangt, ein Blick in die Glaskugel. Der Grund ist, dass die negativ Zinsen, welche die Nationalbank erhebt, einen direkten Einfluss auf das Geschäftsmodell hat. So auch auf das unsrige welches ich nachfolgend gerne aufzeige:

Die Fintech-Bewilligung erlaubt Publikumseinlagen in der Höhe von maximal hundert Millionen Schweizer Franken entgegenzunehmen, wobei die Publikumseinlagen weder angelegt noch verzinst werden dürfen (Fintech Bewilligung).

Dies heisst, dass Yapeal mit dem Geld seiner Kunden nicht ‘arbeiten’ darf. Yapeal muss die Kundengelder immer zu 100% liquide und segregiert von den eigenen Finanzen halten. Dies stellt Yapeal sicher, da die Kundengelder jederzeit zu 100% bei der Schweizer Nationalbank auf unserem Yapeal Konto zur Verfügung stehen. Dies ist eine Kennzahl, die aufsichtsrechtlich kontrolliert wird.

Das ist ein grosser Unterschied zu Instituten mit einer Banklizenz. Diesen ist es erlaubt, mit den Kundengelder ‘zu arbeiten’, diese zum Beispiel für die Vergabe von Hypotheken zu verwenden.

FinTech Unternehmen mit einem Konto bei der Schweizer Nationalbank müssen ab einem Depotvolumen von CHF 10 Mio. auf dem SNB Konto einen aktuellen Minuszins von 0.75% auf dem Betrag welcher CHF 10 Mio. übersteigt zahlen (https://www.snb.ch/de/mmr/reference/repo_mb28/source/repo_mb28.de.pdf).

Wenn man jetzt die max. Kundengelder gemäss SNB nimmt (CHF 100 Mio.) sowie die CHF10 Mio Freigrenze der SNB abzieht, muss ein FinTech CHF 90 Mio. zu einem negativ Zins von 0.75% bei der SNB verzinsen. Das ergibt einen jährlichen Betrag von CHF 675’000. Wenn man diesen Betrag jetzt durch unsere Gebühr für das ‘Private’ Abo teilt, müssen wir die Gebühr von 11’479 Yapsters aufwenden um den negativ Zins der SNB aufbringen zu können.

Wenn wir jetzt hohe Freigrenzen auf den Kundenkonten erlauben würden und diese auch genutzt würden, könnten wir unser Geschäftsmodell nicht aufrecht erhalten.

Dies ist die aktuelle Ausgangslage. Diese Situation trifft nicht nur auf uns sondern auch auf weitere Unternehmen zu, die mittlerweile die FinTech Lizenz erhalten haben und weitere, die dabei sind die FinTech Lizenz zu erhalten. Wir stehen mit den meisten dieser Unternehmen im Austausch und haben eine inoffizielle ‘FinTech Alliance’ ins Leben gerufen, um diese Themen gemeinsam ggü. den Regulatoren zu vertreten. Man darf nicht vergessen, dass die FinTech Lizenz eine sehr junge Lizenz ist (1.1.2020) und diese sicher eine Entwicklung mit Anpassungen nehmen wird, sobald die konkreten Geschäftsmodelle den konkreten Bedarf aufzeigen. Ich kann nur soviel sagen, dass wir im positiven Austausch und Diskussionen mit den Behörden stehen und auf offene Ohren stossen.

Für Yapeal bleiben die Gebühren wie sie jetzt erhoben werden sicher bis auf weiters bestehen, es ist aber nicht auszuschliessen, dass sich dies in Zukunft ändert. Einerseits könnten die Negativzinsen der SNB einmal wegfallen (ist aber in der näheren Zukunft nicht zu erwarten) und es ist möglich, dass die aktuellen Eckwerte angepasst werden. Wie gesagt, wir sind hier im engen Austausch da es auch für den Regulator ein Ziel ist, für FinTechs ein attraktives regulatorischen Umfeld zu schaffen ohne unnötige Risiken einzugehen.

Ich hoffe ich konnte eure Fragen beantworten und stehe gerne für weitere Fragen zur Verfügung.

Desweiteren bedanke ich mich herzlich bei euch, dass ihr uns auf unserer ‘exciting journey’ begleitet!

Beste Grüsse

Thomas

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